Wer glaubt mentale Gesundheit ist nicht wichtig, irrt sich.

Mein Leben war geprägt von Unachtsamkeit

Das auf dem Foto weiter unten bin zweimal ich. Mit 34 Jahren war ich ausgelaugt und fertig. Dabei war das eine meiner beruflich erfolgreichsten Zeiten.

Damals war ich einer der besten Verkäufer bei einem IT-Konzern in Deutschland (Top 3 von 130). Fünfstellige Monatseinkommen durch Provisionen, schicke Firmenautos, zig Musicalbesuche und ständige Restaurantbesuche.

Das war allerdings alles nur nach außen und zum Ausgleich für den mentalen Druck. Mentale Gesundheit war ein Fremdwort für mich.

Ganz langsam bin ich in diese Abwärtsspirale gerutscht. Meine Aufgaben haben sich mit der Zeit gesteigert, meine Vertriebsgebiete wurden größer und auch mein Ehrgeiz steigerte sich.

Mentale Schwächen hatten immer nur die anderen. Das passiert mir nie, dachte ich.

Mentale Gesundheit betrifft jeden

Mentale Gesundheit gab es für mich nicht

Mein Umfeld hat mir bereits lange vorher signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Das habe ich zur Seite geschoben. Ich war schließlich ein Macher. Völlig von mir überzeugt und das es normal ist Stress zu haben, wenn man erfolgreich sein will.

Mit der Zeit wurde ich gereizter und vor allem immer unzufriedener. Unmerklich für mich sank meine mentale Gesundheit. Bis meine Leistung eingebrochen ist. Über viele Jahre habe ich dann dieses Schauspiel aufrecht erhalten. Das war super anstrengend. Ich hatte es versäumt mir selbst einzugestehen, dass ich Unterstützung brauche.

Aus irgendeinen Grund glaubte ich noch immer, dass es sich nur um eine Phase handelt. Oft habe ich die Schuld bei anderen gesucht. Auch die Ursachen habe ich nie erforscht. 

Meinen Führungskräften und den Unternehmen für die ich gearbeitet habe, war das egal. Dann gehe ich halt und es kommt jemand anderes für den Job.

Soll das ein Vowurf sein? Nein. Letztendlich bin ich für meine mentale Gesundheit selbst verantwortlich gewesen und meine Führungskräfte haben den Umgang mit mentaler Gesundheit nie gelernt.

Als Vertriebsleiter war ich zum Teil auch nicht anders. Da zählten oft nur die Zahlen, die von der Geschäftsführung vorgegeben wurden.

MENTALE GESUNDHEIT UND ERFOLG SCHLIESSEN SICH NICHT AUS.

Mentale Gesundheit kann in das tägliche Leben eingebaut werden.

Erfolg und mentale Gesundheit schließen sich übrigens nicht aus. Beides kann sehr gut zusammen funktionieren. Wir müssen nur ab und zu mal das Tempo rausnehmen und ein paar Dinge anders machen als bisher.

Wegen der eigenen Erfahrungen ist für mich mentale Gesundheit ein Herzensthema. Deshalb habe ich vor vielen Jahren die Ausbildung zum Mentaltrainer und Meditationslehrer gemacht. 

Mir ist auch bewusst, dass das ein Thema ist, das in der Gesellschaft meist noch nicht so den Anklang findet. Deshalb werde ich immer wieder darüber schreiben, damit mentale Gesundheit noch mehr in das Bewusstsein von Menschen und Unternehmen rückt.

Es bringt niemanden etwas, wenn wir gestresst, unzufrieden oder mit Druck arbeiten.

So funktioniert Leistung nicht. So funktionieren gute Ergebnisse nicht.

Ein Appell an alle Menschen und Unternehmen

An alle Unternehmen: Wer Mitarbeitende nur als Lohnempfänger sieht und sich dann über Fachkräftemangel beschwert ist vor 10 Jahren unternehmerisch stehengeblieben..

Mitarbeiterführung geht heute anders.

Aber auch ein Appell an alle Leistungsmenschen. Nehmt euch Auszeiten. Egal wie schwierig Situationen auch manchmal für euch sind. Ihr seid anschließend belastbarer, kreativer und erfolgreicher.

 

3 Tipps für mentale Gesundheit im Alltag

Zuhause
Morgens nach dem Aufstehen nicht gleich das Smartphone in die Hand nehmen und mit der Informationsüberflutung beginnen. Das kann mental belasten. Außerdem kannst du die Dinge bewusster machen. Zum Beispiel den Kaffee wirklich schmecken und nicht nebenbei trinken. Zähneputzen oder die Morgendusche achtsamer wahrnehmen. Wie fühlt sich das an? Bei mentaler Gesundheit geht es viel darum, sich selbst und die Dinge die wir machen, bewusst zu machen. Ohne uns abzuhetzen.

Beim Essen
Wir essen oft nebenbei als Notwendigkeit. Du kannst aber vor jeder Mahlzeit mal kurz durchatmen und zur Ruhe kommen. Erst dann fängst du an zu essen. Du brauchst auch nicht darüber nachzudenken, was noch alles zu erledigen ist. Sei einfach in diesem Moment nur bei deinem Essen. Wir vergessen zu oft den Augenblick. Aber auch der ist für mentale Gesundheit wichtig.

Bei der Arbeit
Wenn wir arbeiten fehlt uns oft die Zeit. In stressigen Situationen können wir aber trotzdem ruhig atmen. Atme zehnmal durch die Nase ein und wieder aus. Immer in deinen Bauch hinein. Dabei denkst du dir „Ich atme ein und ich atme aus.“ Nimm deinen Atem bewusst wahr. Anschließend wirst du entspannter sein.

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