Selbstwert – 4 Tipps um deinen Wert zu erkennen

Was bedeutet Selbstwert eigentlich?

  • Ist es Anerkennung?
  • Einen Job zu haben?
  • Etwas für andere zu tun?
  • Erfolgserlebnisse zu haben?

Aber ist das wirklich Selbstwert?

Bist du nur etwas Wert, wenn du Anerkennung bekommst? Was ist, wenn du mal anderer Meinung bist und keine Anerkennung von einem Menschen bekommst? Bist du dann weniger wert?

Oder du hast 10 Jahre lang bei deiner Arbeit einen guten Job gemacht. Auf einmal bekommst du die Kündigung, weil das Unternehmen Insolvenz angemeldet hat. Bist du als Mensch jetzt weniger wert?

Wenn du mal nichts für andere machst, wie sieht es dann aus? Ist dann dein Selbstwert weniger vorhanden?

 

Wir definieren unseren Wert über Äußerlichkeiten

Das alles sind Dinge, die nur von außen kommen. Wir wollen Anerkennung, Lob, ein tolles Auto für die Nachbarn oder bewundernde Blicke von anderen Menschen.

Dein Selbstwert sollte aber nicht geringer sein, nur weil du von anderen keine Aufmerksamkeit bekommst. Was ist also dein Wert?

Stelle dir mal einen 50 Euroschein vor. Stecke ihn in das Handschuhfach deines Porsches. Was ist er dann wert? Immer noch 50 Euro.

Stecke ihn in einen teuren Anzug. Was ist der dann wert? Richtig, noch immer 50 Euro.

Knülle ihn zusammen und werfe ihn in den Dreck. Springe darauf herum. Was ist der dann noch wert? Noch immer 50 Euro.

Wir glauben bei uns selbst aber, dass wir nur einen Wert haben, wenn wir teure Autos fahren oder Designer-Klamotten tragen. Sobald uns aber jemand kritisiert oder verbal auf uns eintritt, glauben wir, dass unser Selbstwert sinkt.

Wir sind aber immer noch wir selbst, wenn wir an unseren eigenen Wert glauben.

Und genau dort liegt die Herausforderung. Wir haben das nie gelernt.

DEIN SELBSTWERT IST, WER DU WIRKLICH BIST.

Selbstwert bewusst machen

Andere versuchen uns zu sagen, wie man zu sein hat

Laut dem Arztreport der BARMER Krankenversicherung 2021, waren 823.000 Kinder und Jugendliche in psychologischer Behandlung. Als Kinder wegen Angststörungen und depressiven Störungen. Bei Jugendlichen kommen dann noch Suchterkrankungen dazu.

Wer jetzt glaubt die Zahlen haben etwas mit Corona zu tun, irrt. Die Zahlen der Studie sind aus dem Jahr 2019. Innerhalb von 11 Jahren hat sich diese Zahl verdoppelt.

Quelle: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psychische-erkrankungen/psychisch-erkrankte-kinder-und-jugendliche-1062994

Was hat das aber mit unserem eigenen Selbstwert zu tun?

Unser Selbstwert hat seinen Ursprung meist in der Kindheit. Wenn wir auf die Welt kommen, dann werden wir geliebt. Es ist egal was wir machen, es wird darüber gelacht oder sich gefreut.

Als Kinder dürfen wir oft sein, wer wir sind. Wir dürfen Fantasien entwickeln, uns verkleiden, in Pfützen rumspringen und Träume haben. Die Welt konnte gar nicht groß genug für uns sein.

Ob jemand Geld hat, eine andere Religion hat oder ein anderes Aussehen, spielt für Kinder selten eine Rolle.

Das bleibt aber nicht so. Irgendwann fängt die Erziehung von unserem Umfeld an.

Andere sagen uns auf einmal, was richtig ist und was nicht. Sie wollen uns sagen, wie wir sein sollen.

Nur wer hat Recht? Die anderen 8 Milliarden Menschen auf der Erde? Mein Freund? Meine Familie? Oder vielleicht doch ich?

Bereits im Kindesalter werden wir mit psychischen Belastungen konfrontiert, die uns selbst beeinflussen. Wir hoffen, dass wenn wir unsere Meinung nicht sagen und es jedem recht machen, dass wir dann mehr geliebt werden.

Schon früh versuchen wir uns Anerkennung von außen zu holen. Völlig unbewusst. Das Muster setzt sich aber in unserem Unterbewusstsein fest.

  • Was hast du da schon wieder gemacht?
  • Aus dir wird nie etwas.
  • Sieh dir den Nachbarsjungen an. Der ist einfach besser in allem.

Wir haben Angst gehabt von der Schule nach Hause zu gehen, nur weil wir eine schlechte Zensur geschrieben haben. Wir glauben immer Höchstleistungen bringen zu müssen, perfekt zu sein und niemals Fehler zu machen.

„Wenn zwei erwachsene Menschen sich unterhalten, hast du still zu sein“ bedeutet für das Kind nichts anderes als: Ich bin nichts wert.

Und heute? Die sozialen Medien fördern diese Denkweise sogar.

Viele „Likes“ oder „Kommentare“ bei anderen bei LinkedIn und in anderen sozialen Medien führen gleich dazu, dass wir glauben, dass die anderen beliebter sind als wir selbst. Die vielen stillen Leser beachten wir dabei gar nicht.

Warum sollte jemand mit einem Job, großem Haus oder schicken Auto wertvoller sein als ein anderer Mensch, der das nicht hat?

Wer legt fest, wann ein Mensch wertvoll ist?

Wer definiert überhaupt, wer wertvoll ist und wer nicht?

Machen das die anderen oder sollten wir das nicht doch für uns selbst festlegen?

Was macht DEINEN Wert also aus? Wofür stehst du wirklich?

Wir werden unser Leben lang von außen ungewollt beeinflusst. Muster unserer Kindheit prägen uns auch, wenn wir erwachsen sind. Allerdings haben wir auch die Wahl es jederzeit zu ändern.

Ich selbst habe lange Zeit überhaupt nicht gewusst, wer ich bin und was ich will. In mir war der feste Glaube verankert, dass mir meine Erfolge im Vertrieb zu mehr Anerkennung verhelfen.

Ein ehemaliger Nachbar hat mal zu mir gesagt: „Dirk, ich dachte immer, aus dir wird nie etwas. Aber jetzt bist du ja doch wer.“

Weißt du warum er das zu mir gesagt hat? Damals habe ich auf einen Firmenwagen gewartet. In der Zwischenzeit hatte ich einen Leihwagen. Es war nur noch eine Mercedes E-Klasse da, die ich bekommen habe.

Nur weil ich mit einem großen Auto in der Einfahrt meiner Eltern gestanden habe, glaubte er mich beurteilen zu können. Er hat meinen Wert an Äußerlichkeiten gemessen.

Damals habe ich das allerdings selbst auch getan. Zufriedenheit und den Glauben an mich selbst hat mir das allerdings nicht gebracht. Das Gegenteil war der Fall. Immer öfter habe ich mich gefragt, wer ich bin und was ich will. Es kam mir vor, als wäre ich eine Maschine, die nur noch funktioniert.

Dabei habe ich mir immer eingeredet, dass ich nichts anderes als Vertrieb kann.

In uns steckt aber oft mehr, als wir selbst glauben. Wir kennen nur unseren eigenen Wert nicht.

 

4 Tipps, um deinen Selbstwert zu erkennen und zu steigern

– Vergleiche dich nicht mit anderen. Andere Menschen haben andere Werte und Meinungen. Du bist aber ein Unikat und keine Kopie von anderen Menschen. Du brauchst nicht so zu sein, wie andere dich haben wollen.

– Definiere dich nicht über Äußerlichkeiten. Du kannst trotzdem erfolgreich sein und gute Kleidung haben. Auch ein großartiges Haus oder ein Auto ist doch vollkommen in Ordnung. Sie bestimmen aber nicht deinen Selbstwert und sollten deshalb nicht an erster Stell für dich stehen. Auch wenn du das alles nicht mehr hättest, wärst du immer noch viel Wert.

– Führe ein Glaubenssatz-Journal. Schreibe dir zuerst auf, wie du glaubst sein zu müssen. Dann notiere dir, wie du gerne sein würdest. Schreibe täglich Situationen auf, in denen du in alten Mustern warst und wie es sich angefühlt hat. Dann schreibst du auf, wie du zukünftig in diesen Situationen reagieren willst. So wirst du nach und nach deinem Selbstwert näherkommen.

– Sag dir öfter mal, dass du gut bist. Das hat nichts mit Arroganz zu tun. Du darfst zu dir selbst stehen, wie du bist. Auch zu deinen Erfolgen, aber auch zu deinen Misserfolgen. Beides gehört genauso zu deinem Leben wie Stärken und Schwächen.

Denke immer an den 50 Euroschein. Nur weil du auch mal verbal getreten, kritisiert oder belächelt wurdest, deshalb bist du nicht weniger wert. Selbstwert kommt von innen und nicht von außen.

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